Mitgliederversammlung des Gesamtverein der DJK


Eigentlich bringt ihn nichts aus der Ruhe: Dennoch gibt es an diesem Abend einen Augenblick, in dem selbst Vorstands-Routinier Karl-Heinz Sonnenschein etwas irritiert in die Runde schaut.

Denn unter dem Punkt „Ehrungen“ wird plötzlich sein Namen genannt. Und was dann folgt, ist schon eine Auszeichnung von besonderem Rang. Denn der Vorsitzende der DJK Lenkerbeck, der wenige Augenblicke zuvor bei der Jahreshauptversammlung zum 41. Mal (!) im Amt bestätigt wurde, erhält die „Goldene Ehrennadel“ des Westfälischen Fußball- und Leichtathletik-Verbandes.

Applaus brandet auf im Pfarrzentrum von St. Marien, als Urkunde und Nadel vom geistlichen Beirat des Vereins, Diakon Clemens Suttorp, überreicht werden. Verdienter Beifall, den dieser Vorsitzende ist sicher das Maß aller Dinge in Marl, wenn es um Kontinuität und zeitgemäße Vereinsführung geht.

Neben Karl-Heinz Sonnenschein erhalten zwei weitere „Germanen“ eine FLVW-Nadel. Die silberne Ausführung geht an Otmar Geretzksy und Dietmar Zawieracz, zwei Männern, die seit 25 Jahren die Geschicke des Vereins maßgeblich mit lenken.

Überhaupt scheint „Kontinuität“ eine der wichtigsten Eigenschaften bei den Lenkerbeckern zu sein. Dafür spricht zum einen die hohe Zahl an Jubilaren, die an diesem Abend ausgezeichnet werden, zum anderen die Tatsache, dass neben Karl-Heinz Sonnenschein auch die restliche Vorstands-Crew komplett und ohne Gegenstimme für die kommenden zwölf Monate wieder gewählt wird.

Erfreuliches kann auch Geschäftsführer Peter Nieländer vermelden. Der drittgrößte Sportverein der Stadt verweist auf einen Mitgliederstand von 1614, die in insgesamt acht Abteilungen ihre Hobby nachgehen. Die Palette reicht vom Aikido über Volleyball, Tischtennis, Fußball-Senioren, Fußball-Jugend, Schautanz, Gymnastik bis hin zu Rehabilitation und Prävention und zeugt so von einer großen Vielfalt der Möglichkeiten.

Sportlich vermelden die meisten Abteilungen dabei eine eher unaufgeregte Saison. Lediglich die Fußball-Senioren sind meilenweit hinter ihren Erwartungen zurück geblieben. Sie stehen in der Kreisliga A auf dem letzten Platz, der Abstieg in die B-Liga ist an der „Burg“ wohl nicht mehr auf zu halten. „Da müssen die eben mal durch“, kommentiert Karl-Heinz Sonnenschein die Situation, die die meisten Mitglieder sehr entspannt sehen.

So ist das eben, in einer großen Sportfamilie.



Quelle: Medienhaus Bauer vom 08. April 2008


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