
Spannende Kurven und viel Platz
Von Amelie Enderle
Der Frühling zeigte sich von seiner schönsten Seite, als die rund 30 Skater am Freitagabend auf dem Flugplatz Loemühle ihre Runden drehten. Kaum war das letzte Motorflugzeug auf der Landebahn eingerollt, öffnete die DJK Germania Lenkerbeck zum dritten Mal in dieser Saison die Rollbahn für die Sportbegeisterten.
Von April bis Ende August bietet der Verein jeden Freitagabend zwischen 20 und 22 Uhr die Möglichkeit, nach Herzenslust auf der rund 1 700 Meter langen Piste zu skaten. Statt Flugzeugen und Hubschraubern rollen Aktive jeden Alters bis in die Dämmerung auf Inlinern über den glatten Asphalt.
Nicht nur die Menschen aus der unmittelbaren Umgebung wissen die außergewöhnliche Strecke zu schätzen. "Wir haben auch Gäste aus Essen, Dortmund und aus noch größerer Entfernung", so Karl-Heinz Sonnenschein. Der 1. Vorsitzende der DJK Germania Lenkerbeck lässt es sich nicht nehmen, jeden Freitag selbst am Eingang zu sitzen und die Besucher zu begrüßen.
"In den Spitzenzeiten kamen bis zu 300 Leute hierher. Da war richtig was los", schwärmt er. Auch wenn es in den letzten Jahren etwas ruhiger geworden ist, steht Sonnenschein fest hinter der Idee: "Es ist einfach zu schön zu sehen, wie die kleinen Knirpse auf der Bahn herumtollen. Solange sich die Kosten decken, wird hier weitergemacht."
Seit 1999 wird der Flugplatz nach dem Tagesbetrieb für zwei Stunden zum Skater-Paradies. In den ersten Jahren war die Rollbahn jeden Abend befahrbar.
Doch inzwischen haben die Betreiber den Freitag als einzigen Tag ausgewählt. "Dann müssen die Kinder am nächsten Tag nicht in die Schule, und auch die Erwachsenen haben mehr Zeit als an den anderen Wochentagen", weiß Peter Aniol, der mit Sonnenschein am Eingang die Stellung hält.
Auch außerhalb der Strecke wird die Zeit nicht lang. Der schöne Biergarten bietet einen weiten Blick über die Rollbahn und lädt zum Verweilen ein. Für die Kleinen steht unterdessen ein gut ausgestatteter Spielplatz mit Sandboden bereit.
Auf der Piste steht neben uneingeschränktem Sportvergnügen die Sicherheit ganz oben. Die Fahrer sind durch den Betreiber unfall- und haftpflichtversichert und eine Aufsichtsperson befindet sich immer auf der Strecke.
Größere Verletzungen gab es allerdings noch nie. "Mal eine geprellte Schulter oder ein aufgeschlagenes Knie. Aber die meisten, die hier fahren, sind vorbildlich geschützt", so Sonnenschein. Das bedeutet: Knie- Hand- und Ellbogenschützer und natürlich ein Helm.
Und was wünscht sich der Vereinsvorsitzende für die kommenden Monate? "Schönes Wetter und dass die Auslastung noch etwas steigt" schmunzelt er, "mein Name soll in diesem Sommer Programm sein".
02.05.2008 | Text- und Bildquelle: Medienhaus Bauer
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